Pfarrei St. Remigius Butzweiler

Die Kirchen in unserer Pfarrei St. Remigius Butzweiler

Pfarrkirche St. Remigius Butzweiler

Die barocke Kirche wurde 1759 erbaut. Dabei bezog man den (mit seinen drei unteren Geschossen romanischen) Turm der Vorgängerkirche so mit ein, dass das neue Kirchenschiff sich im Nordosten daran anschloss. Der neue Chorraum wurde im Norden vom alten Turm und im Süden von einer neuen Sakristei flankiert.
Um das Jahr 1830 wurde eine Empore („Mannhaus“) eingezogen.
Der Kirchturm erhielt 1908/09 ein weiteres Geschoss, auf das eine neobarocke Haube aufgesetzt wurde.

In den Jahren 1808/09 wurde die Kirche „illuminiert“ (ausgemalt): Deckengemälde (Drei Stationen aus dem Leben des Kirchenpatrons) und Wandmalereien (die überlebensgroßen Apostelbildnisse, die Taufe Jesu im Jordan und dekorative Motive).
Die drei Altäre, der Beichtstuhl und das Portal wurden in die neue Farbigkeit harmonisch einbezogen.

Um 1830 wurde dies alles überstrichen, und im Sinn des Klassizismus wurden nur noch spärlich einzelne Bauglieder farblich hervorgehoben.

Bei der großen Restaurierung 1975-1978 (und 1987) wurden die Malereien wieder entdeckt, freigelegt und restauriert.

Der Hochaltar war 1905/06 wegen Wurmbefall abgebaut worden. Provisorien halfen bis 1976 aus. Der neue Hochaltar, der Sakramentsaltar wurde, ist aus mehreren Teilen verschiedener Herkunft zusammengestellt und passt zum Gesamteindruck.
Die Seitenaltäre konnten erhalten werden.

Filialkirche St. Paulinus Lorich

Die Filialkirche in Lorich wurde 1737 erbaut und ist dem hl. Trierer Bischof und Märtyrer Paulinus geweiht. Eine Vorgängerkapelle war 1656 St. Johannes dem Evangelisten geweiht.

Der Altar trägt beiden Patrozinien Rechnung: Rechts steht die Statue des Hl. Johannes und links die des Hl. Paulinus. Beide Holzstatuen sind dem barocken Stil nachempfunden und wurden 1937 zum 200jährigen Kapellenjubiläum gestiftet. Der Steinaltar von 1772 birgt in der Mitte eine Holzstatue der Muttergottes mit Jesuskind. Darunter wurde 1937 ein Tabernakel eingerichtet, der auf seiner Tür eucharistische Motive zeigt.

Zeitweise (in den beiden ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts) hatten große Terrakottafiguren nach dem damaligen Zeitgeschmack in der Kapelle Aufstellung gefunden. Sie verschwanden aber wieder schnell. Eine Pietá von damals fand in der Leichenkapelle Lorich einen neuen Platz.

Die beiden oberen Fenster im Chorraum stellen jeweils im oberen Drittel rechts den Evangelisten Johannes und links St. Barbara dar. Sie sind wohl die ältesten Teile der Kapellenfenster. Die beiden Fenster im Kapellenschiff stammen aus dem Jahr 1937 und wurden von Loricher Familien gestiftet. Sie zeigen links die Hl. Katharina und rechts den Hl. Markus. Alle Fenster haben unbeschadet den Zweiten Weltkrieg überstanden.

Der Dachreiter wurde 1984 vollständig erneuert.

Lorich gehörte einst zu der schon 882 erloschenen Abtei St. Symphorian Trier, kam zu Abtei St. Martin Trier und war der Pfarrei St. Viktor Trier eingepfarrt. Bis zur Neuordnung unter Napoleon gehörte Lorich dann zum Stift St. Paulin Trier. Ab 1803 ist Lorich Filiale von St. Remigius Butzweiler.

Filialkirche Heilige Familie Newel

Die Filialkirche in Newel wurde 1806 erbaut und ist dem heiligen Papst und Märtyrer Clemens geweiht. Die Kirmes wird jedoch am Sonntag nach Maria Geburt gefeiert. Maria war Patronin der Vorgängerkapelle, die erstmals urkundlich 1569/70 erwähnt wurde und zusammen mit dem Kirchhof im Distrikt „Ahl Kirch“ stand.
Aus der Vorgängerkapelle stammen die beiden spätgotischen Standsteinfiguren von Johannes dem Täufer und St. Franziskus.
Die Heilige Familie gehörte einmal zu einem Holzaltar, der später wegen Wurmbefall unbrauchbar geworden war. Nur die drei Holzfiguren (Maria, Josef und das Jesuskind) wurden in die neue Kapelle mitgenommen, dort später hinter dem Altar eingemauert, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dort wiederentdeckt und in der Pfarrkirche aufbewahrt. Sie wurden 1974 von dort in die Neweler Kapelle zurückgebracht und restauriert. Die Neweler haben die Drei so ins Herz geschlossen, dass sie sich immer mehr den Rang der Kapellenpatrone erobert haben.
Teile eines ehemaligen Steinaltars sind in der Mauer des Kapellenzugangs vermauert. Der dazugehörigen steinernen Madonna wurde damals (am Ortsausgang nach Beßlich) ein eigenes Kapellchen erbaut.
Der vorgezogene Altar aus heimischem Sandstein (mit Reliquien des heiligen Bekenners und Einsiedlers Simeon) und das Sakramentshäuschen (links im Chor) wurden 1974 neu errichtet.
Pfarrlich gehörte Newel bis zur Neuordnung durch Napoleon zur Pfarrei St. Petrus Welschbillig und kam 1803 zur Pfarrei St. Remigius Butzweiler.

Quelle: Aufzeichnungen von Engelbert Gotthard

Pfarrhaus Butzweiler

Das barocke Wohnhaus ist ein schiefereingedeckter Satteldachbau mit traufseitig drei auseinandergezogenen Achsen mit Segmentbogenfenstern und mittlerem Oberlichtportal: giebelseitig ältere gefalzte Rechteckfenster. An einem Fenstersturz die eine Erneuerung bezeichnende Datierung 1773. Im Innern hat sich die barocke Raumerschließung samt ihrer aufwendigen, einen gehobenen Status überliefernde Ausstattung erhalten. Neben der Küche mit Bogenabteilung ist ein Wohnraum im Obergeschoss mit 1722 bezeichnetem Kamin besonders zu erwähnen; eine Takenplatte mit Darstellung der Luxemburger Madonna ist 1787 datiert.
Im Erdgeschoss befinden sich die pfarrlichen Räume. Der Rest des Hauses ist vermietet.