Pfarrei St. Remigius Butzweiler

Matthiasbruderschaft

Kontakt:
Berthold Lieser, Ramsteiner Weg 33, 54309 Newel-Butzweiler, Tel. 06505/8454

Die Matthias-Bruderschaft ist eine Gemeinschaft von gläubigen Christen, die in der jährlichen Wallfahrt zum Apostelgrab des Hl. Matthias nach Trier die Weggemeinschaft mit Jesus zum Ausdruck bringen will. Sie ist durch ihr Wirken eng mit der Heimatpfarrei verbunden.

Im Jahre 1935 wurde unter dem damaligen Pfr. Jakob Müller die Matthias-Bruderschaft ins Leben gerufen. Die Genehmigung zur Errichtung der Bruderschaft wurde am 25. Januar 1935 durch Bischof Franz-Rudolf Bornewasser erteilt. Am 24. Februar 1935 erfolgte dann die Vereinigung mit der Erzbruderschaft St. Matthias durch Abt Laurentius Zeller von St. Matthias.

Die erste feierliche Aufnahme von Mitgliedern in die Bruderschaft fand am Matthias fest des Jahres 1935 (24. Februar) in der Pfarrkirche statt. Es wurden Mitglieder aus Butzweiler, Newel, Lorich und Kimmlingen (Kimmlingen gehörte damals noch zur Pfarrei) aufgenommen. Auch in der schweren Zeit des Nationalsozialismus standen die Männer der Matthias-Bruderschaft jederzeit treu und fest in ihrem Glauben zum Pfarrer und ihrer Kirche.

In den Jahren 1935 bis 1938 und 1946 bis 1956 wurden die Wallfahrten am Dreifaltigkeitssonntag durchgeführt. Während des 2. Weltkrieges (1939-1945) fanden keine Wallfahrten statt, da diese durch den NS-Staat verboten waren. Auch in den Jahren 1957 bis 1976 ruhte das Wallfahrtswesen.

Erst im Jahre 1977 wurden auf Initiative von P. Josef Jacobs SMM die Fußwallfahrten wieder aufgenommen. Zum Brudermeister wurde Nikolaus Pauly aus Newel gewählt, der das Amt nach fast 20 Jahren aus Gesundheitsgründen niederlegte. Als Nachfolger wurde Anton Huberti gewählt, der dieses Amt bis 2012 begleitete. Neuer Brudermeister ist nun Berthold Lieser.

Seit dem Jahre 1995 findet die Wallfahrt an Pfingstmontag statt. Die Pilger von Butzweiler-Lorich treffen sich früh morgens am Dr. Kyll-Platz und treten nach dem Pilgersegen singend und betend die Wallfahrt zum Apostelgrab des Hl. Matthias an. Die Pilger von Newel kommen an der Kaiser-Wilhelm-Brücke mit den Pilgern von Butzweiler-Lorich zusammen und gehen dann gemeinsam in einer Prozession am Moselufer entlang zur Abtei Matthias. Hier werden sie vom Wallfahrtsleiter der Abtei begrüßt und ziehen unter Glockengeläut in die Kirche ein. Alljährlich spendet die Bruderschaft eine Pilgerkerze, die während des Hochamtes von einem Mitglied angezündet wird.

Pilger, die 5 und mehr Jahre an der Fußwallfahrt teilgenommen haben, erhalten das Pilgerabzeichen. Die Heimfahrt wird mit dem Bus angetreten.

1984 erhielt die Bruderschaft eine neue Fahne, die feierliche Weihe fand in Anwesenheit des Abtes von St. Matthias am Pfingstmontag statt. Die erste Fahne mit dem Bild ihres Schutzpatrones wurde 1936 angeschafft. Die Bruderschaftsfahne wird bei der Wallfahrt nach St. Matthias mitgeführt, sowie bei der Beerdigung eines Mitgliedes. Beim Tod eines Mitglieds wird das Totengebet ebenfalls von der Bruderschaft gehalten.

Im Jahre 1985 konnte die Bruderschaft ihr 50-jähriges Jubiläum um am Matthiasfest 2005 ihr 70-jähriges Bestehen mit der ganzen Gemeinde feiern.

Die Abtei St. Matthias schenkte der Bruderschaft am Matthiasfest 1949 eine kleine Matthias-Reliquie, die feierlich in die Pfarrkirche übertragen wurde. Die Reliquie wird seit 2003 in der Matthiaskapelle in einer Wandnische aufbewahrt.

Mitglied der Bruderschaft kann jeder Christ werden, der sich mit den Zielen der Bruderschaft einverstanden erklärt und zur Mitwirkung bereit ist.

Quelle: Aufzeichnungen von Anton Huberti