Pfarrei St. Dionysius Ittel

Kirchen und Pfarrhaus

Pfarrkirche St. Dionysius Ittel

Erbaut 1790.
Der hinter dem Chor stehende Turm einer Kirche des 12., bzw. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde später Westturm einer gotischen? Kirche, die 1743 und 1776 baufällig wurde. Der Neubau von 1791 erhielt 1810 einen dreiseitigen Chorabschluss und wurde 1927/27 durch Architekt Monz, Trier, verlängert mit Giebelfront für den nach Norden liegenden Haupteingang.

Der frühere Hochaltar ist jetzt in Meißen, der jetzige kommt aus Baustert. Die beiden früheren Seitenaltäre stehen in Masthorn. Am 1.8.1901 schlug der Blitz in den Turm, der auch im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde. Er wurde 1950 wiederhergestellt.
Zwei Glocken des Geläutes von 1901 wurden im ersten Weltkrieg abgeliefert, die dritte kam nach Zemmer. Drei neue Stahlglocken wurden 1920 angeschafft.
1948 Einbau einer zentralen Heizung . Erweiterung der Sakristei und Umgestaltung des Kirchenvorraumes.
1950 wurde der Kirchturm erhöht und ein Jahr später ein neuer Fußbodenbelag eingebaut. Hierbei änderte sich auch das Aussehen des Altarraumes.
1952 wurde die Kirche mit einem Innenanstrich versehen.
Am 8. August 1982 wurde gemeinsam mit dem Goldenen Priesterjubiläum von Pfr. i. R. Matthias Wolsfeld die Orgelweihe gefeiert.

Quelle: Orgelweihe in Ittel - Goldenes Priesterjubiläum von Pfr. i. R. Matthias Wolsfeld
8. August 1982

Filialkirche St. Markus Hofweiler

Der Ort Hofweiler hatte spätestens seit dem 16. Jahrhundert eine Kapelle, die stets zur Pfarrei Ittel gehörte. Wurde damals noch die Heilige Agatha als Patronin der Kirche genannt, so taucht 1656 und 1713 der Heilige Markus als Kirchenpatron auf. Die alte Kapelle wurde offenbar um 1780 erneuert und stand neben dem Haus Markusstraße 3. 1930 wurde sie abgerissen. Eine Erweiterung an Ort und Stelle war wegen der in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Häuser nicht möglich und so wurde ein Standort am Rande der damaligen Ortslage in Richtung Ittel ins Auge gefaßt.
Das Baugrundstück für den Kirchenneubau wurde von Landwirt Bernhard Schwickerath kostenlos zur Verfügung gestellt. Da die Kirchengemeinde jedoch durch die Erweiterung der Itteler Pfarrkirche und die Restaurierung der Idesheimer Kapelle bereits große Ausgaben hatte, musste der Kirchenneubau in Hofweiler ausschließlich von den Hofweilerer Einwohnern selbst finanziert und getätigt werden.
Die Bauarbeiten wurden im Herbst 1931 begonnen und 1933 beendet. Die Kapelle wurde am 21. Mai 1933 benediziert.
In den dreißiger Jahren wurde noch eine zweite Glocke für die Kapelle angeschafft, welche von der Firma Mabilon in Saarburg gegossen wurde.

Den Zweiten Weltkrieg überstand die neue Kapelle in Hofweiler weitgehend unbeschädigt. Von den zum Einschmelzen abgelieferten Glocken blieb die alte Glocke von 1707 verschont und konnte nach dem Krieg zurückgeholt werden. Sie ist heute vorne im Chor neben dem Altar aufgestellt.

Im Jahre 1979 erfolgte eine umfassende Innenrenovierung der Kapelle in Hofweiler, wobei der barocke Altar im Mittelpunkt der Bemühungen stand. Die bislang letzte Ausbesserung, vor allem an der wetterseitigen Außenfassade, wurde im Sommer und Herbst 1995, wiederum weitgehend in Eigenleistung Hofweilerer Bürger, vorgenommen.

Quelle: Die Katholische Filialkirche St. Markus in Hofweiler von Rudolf Müller

Filialkirche St. Apollonia Idesheim

Die Kirche ist der Hl. Apollonia gewidmet. Idesheim gehört zur Pfarrei Ittel, Landkreis Trier-Saarburg. Im Tauschvertrag der Abtei Prüm mit dem Grafen Sigard aus der Villa Adinesheim im Bidgau im Jahre 844 wird die Kirche zum ersten Mal erwähnt - urkundlich erwähnt als grundherrliche Filialkirche.
Im Urbar Prüm, dem Güterverzeichnis der Abtei Prüm von 893 wird auch von einer Kapelle Edessem gesprochen, ebenso im Visitationsprotokoll des Erzbischofs von Trier vom Jahre 1570.
Im Jahre 1717 wird der baufällige Turm abgebrochen und neu gebaut. Dabei brennt das Strohdach der Kirche infolge Unvorsichtigkeit der Bauarbeiter ab. 1743 wurde es wieder mit (Dach-) Stroh gedeckt; 1776 wurde das Schiff neu gebaut und 1811 vollendet. Auf den Portalgewänden sind die Zahlen 1779 und 1811 zu finden.
Die Kapelle ist ein Bruchsteinbau mit einem Ostturm mit romanischen Biforien, erbaut 1717. Die Turmhalle ist rippenlos kreuzgewölbt, war ehemals Chor und ist jetzt teilweise Sakristei, teilweise Glockenturm. Im Glockenturm ist eine Sakramentsnische aus dem 16. Jahrhundert, mit zeitgotischem Stabwerk. Diese ist zu ebener Erde, da der Fußboden erhöht wurde.
Die Glocken stammen aus dem Jahre 1717 und wurden 1901 eingeschmolzen. Die neuen aus Bronze wurden im ersten Weltkrieg dem Vaterland geopfert, nach dem Krieg wurden neue aus Stahl angeschafft, die auch noch in Betrieb sind.
Wertvoll war die alte Eingangstür. Reich gestaltet mit Rokokoelementen. Eine neue Tür wurde später exakt nach einem Originalfoto wieder hergestellt.
Während sich das äußere Bild der Kirche im 18. und 19. Jahrhundert außer dem immer fälligen Außenanstrich, der Erneuerung der alten Fenstern und des Strohdaches der Kirche und des Turmes (Schiefer statt Stroh) wenig änderte, hat das Innere der Kapelle im Laufe der Zeit viele Veränderungen erfahren.
Besonders der Altarraum wurde öfters umgestaltet. Der Altar wurde an die Stirnwand gerückt und so das Chor vergrößert, die Kommunionbank ganz abgebaut, die 14 Nothelferfiguren neu platziert. Der Kirchenraum wurde durch den Bau einer Empore vergrößert.
Der größte Umbau im Inneren wurde aber Ende der 70er Jahre vollzogen: Das Kircheninnere wurde vollkommen erneuert:
7 Jahre dauerte der Umbau; er wurde finanziert durch Hauskollekten, Sponsoren, Spenden, Hilfe der Gemeinde, freiwillige Arbeitsleistungen. Zuschüsse gaben auch das Bistum, der Kreis, die Verbandsgemeinde und die Kirchengemeinde.
Die Fertigstellung der Innenrenovierung der Filialkirche Idesheim wurde am 24./25. Mai 1986 feierlich begangen.

Quelle: Aufzeichnungen vom Peter Reichert, Idesheim