Pfarrei St. Amandus Kordel

Katholische Frauengemeinschaft Kordel

Kontakt:
1. Vorsitzende:
Alice Kauth, Gerda-Dreiser-Str. 9, 54634 Bitburg, Tel. 06561/9492600

Anlässlich einer Mission wurde 1924 der Mütterverein Kordel gegründet. Nach einem Bericht von Frau Susanne Wagner bat der Missionar die Frauen, ihr Interesse kundzutun, indem sie einen Zettel mit ihrem Namen auf dem Marienaltar ablegten. Auf diesem Weg meldeten sich 84 Frauen, die dann den Mütterverein gründeten. Vorsitzende wurde Frau Lackas, die zusammen mit acht Frauen den Verein führte. Es durften nur verheiratete Frauen Mitglied werden, für "Jungfrauen" gab es die 1916 gegründete Marianische Jungfrauen Congregation.
Zunächst handelte es sich beim Mütterverein um eine eher lockere Vereinigung. Die Frauen trafen sich zweimal im Jahr, und zwar im Sommer und in der Fastnachtszeit.

Erst 1933 wurde der Verein straffer organisiert. Für Pfarrer Sesterhenn bedeutete dies anscheinend die eigentliche Gründung des Vereins, da durch die Krankheit von Pfr. Kloos kein lebensfähiger Verein zustande gekommen wäre. Über 200 Frauen meldeten sich 1933 zum Eintritt. Vorsitzende war Frau Lackas, die später auch zur Dekanatsvorsteherin ernannt wurde. Daneben gab es jetzt 10 Bezirksvorsteherinnen, die sich jeden Monat zur Besprechung, bzw. Schulung im Pfarrhaus trafen. Es gab eine monatliche Hl. Kommunion, einen Monatsvortrag für alle Frauen und gelegentlich Lichtbildervorträge. Wichtigstes Ereignis im Vereinsleben war der jährliche "Mütterkaffee".

1939 wurden auch die Katholischen Müttervereine von den Nationalsozialisten aufgelöst. Zu dieser Zeit hatte der Zentralverband der Kath. Müttervereine Deutschlands immerhin 1,3 Millionen, der Mütterverein Kordel etwa 300 Mitglieder. Trotzdem gab es auch in den folgenden Jahren eine kirchliche Frauenarbeit in Kordel.

Erst im März 1949 wurde der Mütterverein unter Pfarrer Seliger neu gegründet. Vorsitzende wurde Frau Kath. Dietz. Der Verein widmete sich in der Folgezeit ausschließlich der Geselligkeit. Er hatte 1955 wieder 280 Mitglieder.

Ende 1968 schlossen sich auf Landesebene die bestehenden Frauen- und Müttervereine zur Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) zusammen. Der Mütterverein Kordel trat diesem Verband 1972 bei. 1970 wurde Frau Maria Elsen Vorsitzende, 1985 dann Frau Wilma Kronz. Sowohl der Mütterverein als auch die KFD haben die erwirtschafteten Gelder vor allem für Anschaffungen in der Pfarrkirche zur Verfügung gestellt, eine Tradition, die es auch heute noch gibt. Beispiele sind der Deckel für das Taufbecken (1989), der Ständer für die Osterkerze (1990). Beides wurde von P. Rudolf Fritz entworfen.

Schließlich fand im März 1992 eine Neuwahl und Erweiterung des Vorstandes statt. Dies wurde erforderlich, um die einzelnen Aufgabenbereiche gezielter zu betreuen. Neue Vorsitzende ist Frau Alice Kauth. Zu diesem Zeitpunkt hatte die KFD Kordel 388 Mitglieder.

In den vergangenen Jahren wurden die Aufgabenbereiche in der Gemeinde wesentlich erweitert (caritative Arbeit, Kranken- und Seniorenbetreuung, Gottesdienstgestaltung, Bastelgruppe, Mitwirkung an den Pfarrfesten, Weihnachtsbasar, bunter Karnevalsabend, Elisabethfeier, Lichterfeier zu Luzia). Bei den Ausflugsfahrten tritt neben die Geselligkeit zunehmend auch die Bildungsarbeit. Außerdem gibt es eine Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung.

Die KFD Kordel ist bestrebt, in unserer heutigen Gesellschaft eine Gemeinschaft darzustellen, die in christlicher Verantwortung Dienste und Aufgaben in der Gemeinde zugunsten von einzelnen Menschen, Familien und Gruppen übernimmt. Ein besonders wertvolles Erlebnis ist dabei die starke Solidarität, das "Wir-Gefühl" innerhalb dieser Frauengruppe. Noch wertvoller ist aber das Ergebnis dieser Arbeit - nämlich die Freude und Hilfe, die die KFD anderen Menschen schenkt.