Pfarrei St. Amandus Kordel

Die Orgel unserer Pfarrkirche

Im Jahre 2001 gründete sich der Orgelbauverein St. Amandus Kordel, der sich zum Ziel gemacht hat, die alte und defekte Orgel in den nächsten Jahren durch eine neue Pfeifenorgel zu ersetzen. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Nach vielen Aktionen, Sammlungen, usw. kam man 9 Jahre später dem Ziel ein großes Stück näher. Im Jahre 2009 ergab sich die Möglichkeit eine gebrauchte Conacher-Orgel in Wales für 30.000,- Euro durch den Orgelhändler Ladach aus Wuppertal zu erwerben, weil dort eine Kirche verkauft wurde. Die Orgel wurde an den Fastnachtstagen 2009 von einigen Vorstandsmitgliedern und dem Organisten Herrn Krupp in Wales besichtigt und später gekauft.

Die Arbeiten an der Orgel wurden 2011 im November in der Werkstatt des Orgelbaumeisters Hubert Fasen, Oberbettingen begonnen und dann Anfang 2012 in der Kirche St. Amandus fortgesetzt. Die komplette Umgestaltung der Orgelempore wurde in Eigenleistung durchgeführt.

Die Conacher-Orgel wurde 1914 gebaut und umfaßt 32 Register (mit Erweiterung) und hat ca. 1736 Pfeifen. Die kleinste Pfeife hat ein Maß von 5mm und die größte ca. 4.80 m (Höhe).

Die feierliche Orgelweihe wurde am Hochfest der Geburt des Hl. Johannes des Täufers am 24. Juni 2012 durch Monsignore Dr. Georg Bätzing vorgenommen.
2014 wurde die Orgel um zwei weitere Register ergänzt und konnte im Kirmeshochamt am 17. August zum ersten Mal in ihrer gesamten Klangfülle erklingen.

Weitere Informationen finden sie hier.

Die feierliche Orgelweihe wurde am Hochfest der Geburt des Hl. Johannes des Täufers am 24. Juni 2012 durch Monsignore Dr. Georg Bätzing vorgenommen.

 

Die alte Orgel

Im Sommer 1932 ging der neue Pfarrer Otto Sesterhenn auf Betteltour durch seine Pfarrei, da die Kirche weder Orgel noch Harmonium besaß. Bald hatte er den ansehnlichen Betrag von 7.750,- Mark aufgebracht. Der Restbetrag wurde als Anleihe aus dem Fonds "Kirchenheizung" entnommen.

Der Kirchenvorstand beschloss, beim Orgelbauer Gebr. Späth aus Ennetach-Mengen in Württemberg eine Orgel mit 17 Registern, verteilt auf 2 Manuale und Pedal zum Gesamtpreis von 8.500,- Mark zu bestellen. Bei grimmiger Kälte des frühen Winters wurde die Orgel aufgebaut.

Spiel- und Registertraktur waren ursprünglich pneumatisch (Kegelladen). 1968 wurden im Zuge eines Orgelumbaues die Kegelladen elektrifiziert.

Die Orgel verfügt über ein neues Untergehäuse (evtl. aus 1968). Ursprünglich schwebte sie über den Köpfen der Chorsänger, wie an der Farbfassung der Wand innerhalb des Untergehäuses noch gut zu erkennen ist.

Am 1. Weihnachtstag 1932 erklang sie zum ersten Male in der Christmette. Am 2. Weihnachtstag fand dann die feierliche Einweihung durch Pastor Kunzen aus Pfalzel statt.

Da der Küster des Orgelspiels nicht mächtig war, übernahm Rektor Conzen an Sonn- und Feiertagen das Organistenamt, während Frl. Anna Schönhofen an Werktagen spielte.

Zwei Prüfungen durch die Orgelsachverständigen Wolfgang Oehms (1990) und Josef Still (2000) ergaben das selbe Resultat: Die Orgel ist weitgehend verbraucht. Es sollten keine Aufwendungen für Reparaturen mehr getätigt werden. Es wird ein Orgelneubau empfohlen. Im Laufe des Jahres 1990 wurden von der Kirchengemeinde einige Neubauangebote eingeholt, weitere Aktivitäten folgten aber damals nicht.

Quelle: 125 Jahre Pfarrkirche St. Amandus Kordel