Pfarrei St. Petrus Welschbillig

Hl. Petrus
Patron unserer Pfarrkirche in Welschbillig

Petrus = der Fels (griesch. - latein.)
Gedenktag: 29. Juni

Petrus, ursprünglich Simon, Sohn des Jonas aus Bethsaida, lebte als Fischer mit seiner Familie in Kafarnaum, als Jesus, der ihm den Beinamen Kephas (= Petrus = Fels) verlieh, ihn und seinen Bruder Andreas als Jünger berief. Petrus war mit Johannes und Jakobus Zeuge der Auferweckung der Tochter des Jairus, der Verklärung auf dem Berge und der Todesangst Jesu.

Im Apostelkreis war Petrus der anerkannte Wortführer, der auch das Messiasbekenntnis ablegte. Zwar verleugnete er den Herrn nach der Gefangennahme, doch war er einer der ersten Zeugen der Auferstehung. In der Gemeinde zu Jerusalem nahm Petrus eine führende Stellung ein, die Jakobus übernahm, als Petrus sich auf Missionsreisen begab. Zum Apostelkonzil um 48/50 war Petrus wieder in Jerusalem.
Später wirkte er in Antiochien, Kleinasien und schließlich in Rom. Hier erlitt er nach begründeter Überlieferung unter Nero (64-67) den Tod durch Kreuzigung. Die jüngsten Ausgrabungen unter der Peterskirche in Rom haben die ursprüngliche Lage des Petrusgrabes, bei dem Zeichen einer frühen Petrusverehrung nachgewiesen sind, gesichert.

Dargestellt als Apostel oder Papst mit Schlüssel, Buch, Hahn, Fisch, Kreuz oder gekreuzigt am umgekehrten Kreuz hängend.

Hl. Donatus
Patron unserer Pfarrkirche in Welschbillig

Donatus = der Geschenkte (latein.)
Gedenktag: 30. Juni

Reliquien eines Unbekannten wurden 1646 in der Katakombe der Agnes nahe Rom gefunden. Auf dem Grab wurden sie als "vom heiligen Märtyrer Donatus" beschrieben.

Der Legende nach ist Donatus gegen Ende des 2. Jahrhunderts in Rom geboren, sein Vater hieß demnach Faustus, seine Mutter Flaminia. In der römischen Armee war er Anführer einer Legion, die in einer Schlacht gegen die Germanen umzingelt wurde. Die Lage verschlechterte sich von Tag zu Tag, das Trinkwasser wurde knapp. Die Römer beteten zu ihren Göttern, doch nichts geschah. Schließlich betete Donatus als überzeugter Christ zu Gott, worauf es anfing zu regnen; die Germanen wurden durch Sturm und Gewitter davongejagt, die Römer kehrten siegreich heim. Donatus dankte Gott, versprach in Zukunft nur ihm zu dienen und niemals zu heiraten; der Kaiser machte ihn zum Kommandanten seiner Leibwache. Schließlich sollte Donatus die Enkelin des Kaisers, Alexandria, heiratete, was er auf Grund seines Gelübdes verweigerte. Er wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Die Reliquien kamen 1652 als Schenkung an das Jesuitenkolleg von Münstereifel. Strömender Regen verwandelte sich beim Herannahen in strahlenden Sonnenschein. In Euskirchen wurde am Tag der Überführung eine Messe gelesen, der Blitz schlug in die Kirche ein und verletzte den Priester schwer. Er bat Donatus um Hilfe und wurde völlig geheilt. "Donatus" gilt seither als Wetterheiliger.

Dargestellt als römischer Krieger mit Palme, Messer und Blitz

Hl. Clemens
Patron unserer Filialkirche in Olk

Clemens = der Sanftmütige (latein.)
Gedenktag: 23. November

Clemens war als Bischof von Rom (92-101) der dritte Nachfolger des Apostels Petrus. Möglicherweise ist er der im Philipperbrief (4,3) genannte Paulusschüler. Um die Jahre 93/97 verfasste er einen Brief an die Korinther, in dem er um Eintracht, Friede und Ordnung mahnte. Sein Martyrium ist unsicher. Die Legende berichtet, dass er mit einem Anker um den Hals ins Schwarze Meer versenkt wurde. Seine Reliquien sollen erst von dem Slawenapostel Cyrill im 9. Jahrhundert nach Rom gebracht worden sein.

Dargestellt in bischöflichem Ornat mit Pallium und Tiara, mit Anker, Brunnen und Lamm.

Hl. Luzia
Patronin unserer Filialkirche in Möhn

Luzia = die Leuchtende (latein.)
Gedenktag: 13. Dezember

Luzia war eine Märtyrin in Syrakus, deren Geschichtlichkeit durch die in Syrakus wiederentdeckte Luziakatakombe mit Grablege bezeugt ist. Die über ihrem Grab errichtete Kirche reicht in ihren Ursprüngen noch in die byzantinische Zeit Siziliens zurück. Die erst im 5./6. Jahrhundert verfaßte legendarische Leidensgeschichte erzählt, dass Luzia das Gelübde der Jungfräulichkeit abgelegt hatte. Ihr enttäuschter Bräutigam habe sie darauf in der Verfolgung des Diokletian als Christin angeklagt. Luzia sei dann nach grausamen Martern durch einen Schwertstich in den Hals getötet worden.

Dargestellt in Jungfrauentracht mit Palme und Schwert, mit Halswunde, mit Augen auf einem Teller, mit Lampe.